Das postthrombotische Syndrom (PTS)
Nach einer tiefen Venenthrombose lösen sich die Gerinnsel nach einiger Zeit
(in der Regel 3 bis 6 Monaten) auf. Allerdings kommt es häufig zu einer Schädigung
der Venenklappen der tiefen Venen – man spricht dann von einer »Leitveneninsuffizienz".
Die Venenklappen schließen nicht mehr richtig, so dass das Blut im Stehen oder im Sitzen
nicht mehr Richtung Herz sondern fälschlicherweise in Richtung der Füße zurückfließt.
Der Veneninnendruck in den Venen unterhalb des Klappenschadens steigt an.
Auch bei einer erhaltenen Klappenfunktion kann der Blutfluß durch die Schädigungen
der Venenwand nur mit Verzögerung erfolgen und ebenfalls zu einem Ansteigen des Veneninnendrucks führen.
Es kann aber auch zu einem dauerhaften Verschluss der inneren Venen kommen.
Daher sind die Beine häufig geschwollen und in schweren Fällen anfällig für Geschwüre.
Das konsequente Tragen von Kompressionsstrümpfen ist hierbei besonders wichtig.
Zusätzlich sind regelmäßige duplexsonographische Kontrollen der Venen notwendig,
um Veränderungen der Funktion der Venen zu erfassen und ev. unterstützende Behandlungen
(Entstauungstherapie, manuelle Lymphdrainage) einzuleiten.
Risikolose, strahlen- und schmerzfreie Untersuchung des gesamten Gefäßsystems
(Venen & Arterien) mit modernster Farb-Duplex-Sonographie (Ultraschall).